JudenDer folgende Beitrag gibt einen Einblick in die Geschichte der Juden in Klüsserath. Eine ausführliche Darstellung ist einer geplanten Buch-Veröffentlichung vorbehalten.

1. Kurzer Überblick über die Anzahl der Juden von 1663 bis 1938

Einen ersten Hinweis auf Juden in Klüsserath gibt uns eine Steuerliste des Amtes Pfalzel aus dem Jahre 1663; dort heißt es:
„Salomon der Judt cum uxore et famulo/ein Kuhe/ein Pferdt/ein Geiß/ solvit dno cellerario in palatio“ (Der Jude Salomon mit Frau und Knecht [besitzt] eine Kuh, ein Pferd, eine Geiß und zahlt [seine Abgaben] dem Herrn Kellner in Pfalzel).1

Klüsserath gehörte zu dieser Zeit zu Kurtrier und zum Amt Pfalzel, an das es seine Steuern und Abgaben zu entrichten hatte.

Einen deutlichen Hinweis auf die Anzahl der Juden in Klüsserath gibt uns eine Erhebung über die Zahl der Juden im Saardepartement, Arrondissement Trier, aus dem Jahre 1808; es werden 14 Personen genannt:

3 verheiratete Männer, 7 Knaben, 3 verheiratete Frauen, 1 Mädchen.2

Jüdische Einwohner in Klüsserath

Jahr 1663/1684 1784/1787 1808 1833 1843 1933 1938
Gesamtbe-
völkerung
1684: 76

Feuerstellen (ca. 380 P.)

1784: 157 Feuerstellen (ca. 785 P.)      —   783   890 1141 1145
davon Juden 1663: 3 1787:2 bzw.

2 Familien

(ca.10 P.)

     14      19      25      10        1

2. Die jüdischen Familien und ihre wirtschaftliche und soziale Stellung

2.1 Familie Baum

Leopold Baum (*06.02.1854 Ravensbeuren, wohnhaft in Laufersweiler, ✡31.05.1930  Trier) war Bürstenbinder; 1883 heiratete er Delphine Jacobs, die Tochter der Handelsleute Marx Jacobs und der Babette geb. Strauß aus Klüsserath.

1890 heiratete Jakob Baum (*11.02.1842 Maring, ✡19.12.1913 Klüsserath) Sara Jacobs (*13.04.1855 Klüsserath), die Schwester der Delphine Jacobs. Jacob Baum war ebenfalls Bürstenbinder; seine Frau Sara führte bis zu ihrem Tode im Jahre 1929 ihr Kolonialwarengeschäft in Klüsserath.

 2.2 Familie Gombrich

Moses Gombrich (*1741 Klüsserath, ✡01.10.1812 Schleich) war Viehhändler (1804: marchand de bestiaux) und Rosshändler (1824); seine Söhne Daniel und Salomon waren Handelsleute. Daniel Gombrich wird 1835 als Weinhändler und Weingärtner bezeichnet, eine Seltenheit; denn zu dieser Zeit hatten die meisten Juden hier keinen Besitz an Weinbergen. Unter den Gombrichs gab es auch Tagelöhner.

1784 berichten uns die Chronisten von der Rettungstat des Juden Moses Gombrich bei der Hochwasserkatastrophe am 28./29. Februar dieses Jahres:

„Von 40 Menschen, die sich in ein etwas höher gelegenes Haus, nach anderen Angaben auf ein Kellergewölbe in der Nähe der Kirche, retten wollten, verloren 16 ihr Leben in den Fluten. Bei der Rettung der 24 Personen zeichnete sich ein Israelit namens Moses Gombrich aus.

Die dankbare Gemeinde befreite ihn von allen Gemeindeabgaben, weshalb ihm auch ein freies Holzlos zuerkannt wurde, und seine Kinder und Nachkommen zahlten später die Hälfte der Taxe, welche die übrigen Gemeindeeingesessenen entrichten mussten.“ 3 Der Eifeldichter Peter Zirbes hat diese Rettungstat in einem Lied besungen, und noch Jahrzehnte später wurde diese Tat in den verschiedensten jüdischen Zeitungen wiedergegeben.

2.3 Familie Herschel

Die Herschels kamen aus Osann. Jacob Herschel (*26.06.1775 Osann, ✡04.08.1854 Klüsserath) war wohl ein erfolgreicher Handelsmann, er besaß 1843 drei Häuser in der heutigen Hauptstraße.4 Sein Sohn und Erbe, der Handelsmann Jacob Herschel jun. (*20.11.1804 Klüsserath, ✡19.01.1882 Klüsserath), war ebenfalls wohlhabend; laut Verzeichnis der zu entrichtenden Klassen- und Einkommenssteuer für das Jahr 1868 zahlte er die hohe Summe von 42 Reichstaler, Marx Jacobs z. B. lediglich drei.5

Jacob Herschels Sohn, Simon Herschel (*1831Klüsserath, ✡15.01.1895 Klüsserath), war Handelsmann (1884), Metzger (1889) und Krämer (1892). Während er Handel trieb, führte seine Frau das Geschäft; diese Aufgabenteilung war bei den meisten jüdischen Geschäftsinhabern üblich.

2.4 Familie Jacobs

Die Jacobs‘ kamen ebenfalls aus Osann. Marx Jacobs (*18.03.1819 Osann, ✡27.01.1905 Klüsserath), Sohn des Händlers und Schulmeisters Wolf Jacobs, ließ sich 1848 mit seiner Frau Babette geb. Strauss (*09.06.1819 Laufersweiler, ✡24.05.1854 Klüsserath) in Klüsserath nieder; er war Händler und Metzger.

2.5 Familie Kahn

Auch die Kahns kamen aus Osann. Isaak Kahn (*1863 Osann, ✡16.04.1938 Le Havre/Frankreich) heiratete 1890 Karoline Jacobs aus Klüsserath (*06.12.1863 Klüsserath, ✡07.02.1928 Klüsserath). Isaak Kahn, der an der Ecke Hauptstraße-Lindenstraße wohnte, hatte dort ein Manufaktur- und Kolonialwarengeschäft, das sein Sohn Hermann (19.02.1896 Klüsserath, ✡22.06.1951 Ligonier, Illinois/USA) 1928 übernahm und der

Juden
Familie Isaak Kahn (v.l.n.r.): Rosa, Bertha, Hermann, Caroline geb. Jacobs, Siegmund, Salomon (Sol), Isaak, Moritz (Morris), Lion, Mella (Foto von Carol Holtz geb. Kahn, New York)

nebenbei noch Viehhandel trieb. Oberhalb des Geschäfts befand sich Isaak Kahns Schlachthaus, in dem sein Sohn Hermann half. Isaak Kahns Sohn Moritz (*18.05.1897, ✡29.11.1960 New York) war Bäckermeister. Die Backwaren wurden im Laden der Familie Kahn (Backwaren und Fleisch) neben ihrem Gasthaus an der Dammstraße verkauft.

2.6 Familie Leib und Geschwister Mayer

Die Familie Leib stammt aus Niederemmel. Salomon Leib (*06.05.1837 Niederemmel, ✡15.03.1916 Klüsserath), verheiratet mit Johanna Kahn (*31.07.1843 Schweich, ✡05.12.1914 Klüsserath ), hatte in Klüsserath ein Geschäft. Nach dem Tod seiner Frau nahm er seine zwei Nichten, Amalia (*20.08.1872 Kinderbeuren, ✡15.05.1944 Auschwitz) und Pauline Mayer (*20.05.1877 Demerath, ✡21.11.1933 Klüsserath), nach Klüsserath, um ihm den Haushalt zu führen und im Geschäft zu helfen. Als Salomon Leib 1916 starb, führten die beiden Schwestern das Geschäft weiter.

3. Die Organisation der Gemeindeangelegenheiten

Die kleine jüdische Gemeinde in Klüsserath besaß nicht den rechtlichen Status einer Gemeinde. Sie hatte jedoch einen Vorsteher, der verantwortlich war für die religiösen, wirtschaftlichen und sozialen Belange der Gemeinde, z. B. für die Kosten für den Religionslehrer, das Einsammeln des Schulgeldes, die Zusammenkunft im Bethaus, die Beerdigungen, die Vertretung der Interessen gegenüber der politischen Gemeinde Klüsserath und den überörtlichen Behörden.

Klüsserath gehörte zur Kultusgemeinde Leiwen; an Festtagen besuchte man die dortige Synagoge und beerdigte die Toten auf dem Leiwener jüdischen Friedhof.

4. Die Synagoge

Juden
Das in verschiedenen Publikationen wohl irrtümlich als ehemalige „Synagoge“ bezeichnete Gebäude in Klüsserath, Hauptstraße 33a

Wenn man in einigen Veröffentlichungen6 lesen kann, in Klüsserath habe eine Synagoge gestanden, so ist nicht klar, ob es sich dabei um eine Synagoge im Sinne eines eigenständigen Gebäudes oder lediglich um einen Betsaal handelt, der sich in kleineren jüdischen Landgemeinden meist in einem Privathaus befand.

Die Klüsserather Juden besaßen einen Betraum in einem Haus an der Hauptstraße Nr. 33. Das Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört.7

5. Schule und Unterricht

Die jüdischen Kinder besuchten die katholische Elementar- bzw. Volksschule des Ortes.

Über deren Anzahl gibt es nur wenige Hinweise. Einen zeitlich begrenzten Einblick in die Anzahl der jüdischen Einwohner, der jüdischen schulpflichtigen Kinder, die die christliche Elementarschule besuchten, der Lehrer und derjenigen, die den jüdischen Religionsunterricht erteilten, gibt uns eine Übersicht aus den Jahren 1848 bis 1852. Danach nahmen drei (1848) bzw. fünf (1848, 1850–1852) schulpflichtige Kinder am Religionsunterricht teil, der entweder von einem jüdischen Privatlehrer, der meist auch in anderen Dörfern unterrichtete, einem kompetenten Mitglied der Gemeinde oder den Eltern erteilt wurde; fand sich niemand, fiel der Unterricht aus.8

Als Lehrer bzw. (nur) Religionslehrer sind bekannt: im Jahre 1817 der 1749 in Den Haag geborene Mayer Lazar, der auch in Leiwen unterrichtete; 1848 der Privatlehrer und Kantor Jacob Marx; 1850 Lehrer Sichel, ebenfalls Lehrer in Trittenheim; 1852 Lehrer Baum.

Der Religionsunterricht beschränkte sich im Wesentlichen auf die religiöse Unterweisung der Kinder: auf das Lernen der wichtigsten Gebete für den Gottesdienst, auf die biblische Geschichte der Juden, die Glaubens- und Pflichtenlehre und das Lernen der Feste, den Jahreskreis und den damit notwendig verbundenen Unterricht in den Grundzügen der hebräischen Sprache.

6. Der Friedhof

Die Klüsserather Juden hatte keinen eigenen Friedhof; sie begruben ihre Toten auf dem jüdischen Friedhof in Leiwen. Nachweislich sind dort von den etwa 50 noch erhaltenen Grabmalen 10 von Klüsserather Juden. Zuletzt begraben wurde hier 1933 Pauline Mayer.

Juden
Grabstein von Pauline Mayer

Hier ruht (פ׳ נ׳)
eine bescheidene Frau (אשה צנועה)
Pauline Mayer (פולינה מויער)
Gestorben, 2. Kislew 694 [= 1933, Montag November 20] (מת׳ ב׳ כסלו ת׳ר׳צ׳ד׳)
„Möge ihre Seele eingebunden sein im Bund der Lebenden“ (ת׳נ׳צ׳ב׳ה׳)
Pauline Mayer
1872-1933
Ruhe sanft 9

Der Segensspruch „Möge ihre Seele eingebunden sein im Bund der Lebenden“, der sich in abgekürzter Form auf fast jedem jüdischen Grabstein befindet, geht auf eine Stelle in 1 Sam 25,29 zurück: Abigajil bittet David, nicht an ihrem Mann wegen dessen Fehlverhaltens blutige Rache zu nehmen, sondern sie wünscht David dies: „Wenn sich aber ein Mensch erhebt, um dich zu verfolgen und dir nach dem Leben zu trachten, dann sei das Leben meines Herrn beim Herrn, deinem Gott, eingebeutelt in den Beutel des Lebens; das Leben deiner Feinde aber möge der Herr mit einer Schleuder fortschleudern.“ (Die Bibel. Einheitsübersetzung. Freiburg im Breisgau: Herder Verlag 1980.)

Die Stelle wird gedeutet im Rückgriff auf die nomadische Tradition, in der man anhand von Steinen in einem Beutel die Zahl seiner Tiere feststellte. Die, die im Beutel Gottes geborgen sind, sind auf der Seite der Lebenden; die, deren Steine herausgenommen sind, sind dem Tod verfallen. Im Beutel des Lebens zu sein bedeutet also, bei Gott geborgen zu sein.10

7. Das selbstverständliche Miteinander

Die Juden in Klüsserath lebten nicht isoliert, sondern Juden und Nicht-Juden wohnten und lebten miteinander. Die positiven Seiten des Verhältnisses zwischen Juden und Nicht-Juden, das selbstverständliche Miteinander, wird in Gesprächen mit Zeitzeugen immer wieder sowohl von nicht-jüdischer als auch von jüdischer Seite hervorgehoben.

Frau Madertz, über 90 Jahre alt, berichtet: „Wir waren mit der Familie Kahn befreundet, waren Nachbarn. Meine Freundin war Gertrud Kahn, sie war auch auf meiner Kommunionfeier. Nach dem Krieg hat sie mich hier in Klüsserath besucht, wir haben uns beide sehr gefreut.

Wir, unsere Familie und die Familie Kahn, haben uns zu Namenstagen, Geburtstagen und Hochzeitsfeiern eingeladen, gingen mit bei Beerdigungen.

Isaak Kahn lud mich öfters zum ‚Matzenkaffee‘ ein: klein geschnittene Matzen wurden in den Kaffee getunkt und dann gegessen, und dann haben wir einander erzählt. Ich habe oft Gertrud Kahns Kinder, die Zwillinge Siegfried und Manfred [*1932], spazieren gefahren, habe mit Kahns am Tisch gegessen, war selbstverständlich auch ‚Sabbatmädchen‘ und habe ihnen am Sabbat das Feuer angezündet.“

Carla Holtz geb. Kahn, 1929 in Klüsserath geboren und 1938 mit ihren Eltern in die USA emigriert, hebt in ihrer E-Mail vom 6. Juni 2013 ihr gutes Verhältnis zur „liebenswerten Familie“ der Elisabeth Madertz und anderer Familien in Klüsserath hervor.

Carla Holtz berichtet von einem Brauch anlässlich der Taufe eines Kindes, der zeigt, wie die Juden auch Anteil nahmen am christlichen Brauchtum:
Nach altem Brauch wurden und werden ja auch heute noch nach der Taufe eines Kindes von Pate und Patin den vor der Kirche wartenden Kindern Süßigkeiten zugeworfen bzw. an sie verteilt.

Ihr Vater, der Bäcker Moritz Kahn, so berichtet sie, habe anlässlich der Taufe eines Kindes Brötchen gebacken und sie der jungen Mutter geschenkt; diese habe sie den unter dem Fenster wartenden Kindern zugeworfen, die sie dann aufgefangen und gegessen hätten.11

In einem Brief von Siegmund und Therese Kahn vom 9. Februar 1947 an die Familie, die das Geschäft von Hermann Kahn, dem Bruder von Siegmund Kahn, gekauft hatte, lassen sie einige Leute grüßen, die ihnen „nicht böse gesinnt waren“.12

8. Vorurteile und Konflikte

Wenn in Gesprächen vor allem die positiven Seiten des Verhältnisses zwischen Juden und Nicht-Juden hervorgehoben werden, so war das Verhältnis jedoch nicht frei von Vorurteilen und Konflikten. Vor allem Handel und Geldverleih boten immer wieder Anlass zu Konflikten. Hauptvorwurf gegen die Juden: sie seien Diebe, Schacherer und Wucherer und nutzten die Notsituation derjenigen aus, die auf den Handel mit ihnen und ihren Geldverleih angewiesen seien.

Der Viehhandel zwischen jüdischen Händlern und Bauern war zwiespältig: einerseits waren beide aufeinander angewiesen und es bestand oft ein enges Vertrauensverhältnis, andererseits war der Handel jedoch auch mit Konflikten und den daraus resultierenden antisemitischen Ressentiments verbunden.

Aus Klüsserath haben wir bereits aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts einige Beispiele für Handelskonflikte. So verklagte z. B. 1711 die Witwe des Johannes Granß aus Issel den Juden Gombrich aus Klüsserath, weil dieser ihr ein Pferd verkauft habe mit der Zusicherung, es sei nicht mehr als sechs Jahre alt; doch habe sich nachher herausgestellt, dass das Tier ein „altes, steifes Pferd“ sei. Gombrich muss die 15 Rtlr., die die Witwe auf die 21 Rtlr. als Abschlag bezahlt hat, wieder zurückgeben und das Pferd zurücknehmen.13

Auch die „Andersartigkeit“ der Juden führte zu Vorurteilen und Konflikten. Der bekannteste Vorwurf der Christen war der, die Juden trügen die Schuld am Tode Jesu. Der Ausruf der jüdischen Menge vor Pilatus „Sein Blut komme über uns und über unsere Kinder!“ (Matthäus 27,25) wurde im Laufe der Jahrhunderte, von den Christen auf verhängnisvolle Weise missdeutet, oft zur blutigen Realität. Besonders in der Karwoche kam es hie und da durch die Predigt des Pfarrers, der die Juden als „Mörder Christi“ beschimpfte und der in den Großen Fürbitten am Karfreitag für die „treulosen Juden“ (pro perfidis Judaeis) betete, oft zu Beleidigungen und Drohungen gegenüber den Juden.

9. Die NS-Zeit

9.1 Übergriffe und Schikanen

Als die Nationalsozialisten ihre Macht gefestigt hatten, trat auch bei ihren Anhängern in Klüsserath der bisher latent vorhandene  Antisemitismus offen zutage.

Eines Tages, so Frau Madertz, habe ein Nazi, als sie das Kind einer befreundeten jüdischen Familie spazieren gefahren habe, in die Kutsche gespuckt. Auch der Lehrer habe sie in der Schule getadelt, weil sie mit Juden verkehre und deren Kinder spazieren fahre.

Ferner hätten SA-Männer – nicht nur am Boykotttag  am 1. April 1933  – jeden aufgeschrieben, der ein jüdisches Geschäft betreten habe oder habe betreten wollen.

Boykottiert wurde vor allem das Gasthaus des Moritz Kahn. Von der Hitlerjugend und vor allem dem Führer der HJ, so Kahns Anwalt in seiner Beschwerde an die zuständige Behörde in Trier, würden vor der Tür des Gasthauses Kahn die „ungehörigsten Lieder“ gesungen; außerdem werde jeder, der versuche, die Wirtschaft zu betreten, daran erinnert, dass sie einem Juden gehöre. Auch Paddler würden abgehalten. Eine schwarz-weiß-rote Fahne, die Kahn an einem Flaggenmast an seinem Hause angebracht habe, sei über Nacht herabgerissen worden. Man sagt, er sei nicht berechtigt, eine solche Flagge aufzuhängen. Der Lehrer  halte die Kinder in der Schule an, nicht bei diesem Juden zu kaufen. Kahn sei einer der besten Steuerzahler im Ort. Er bitte, das Vorgehen gegen Kahn einzustellen.

Der Landrat versucht in seinem Schreiben an den Regierungspräsidenten das Ganze herunterzuspielen, indem er es als das übermütige Treiben schulpflichtiger Jungen darstellt, dem keine große Bedeutung beizumessen sei und das einzustellen er den Klüsserather Polizisten auch angewiesen habe.14

Über die weitere Benutzung der ehemaligen Gastwirtschaft Kahn gibt die Klüsserather Chronik Auskunft: „Am 1. Juli [1934] übernahm ein Pächter die Bäckerei und Gastwirtschaft der jüdischen Familie. Damit ist ein einjähriger Kampf (!), den die Ortsgruppenleitung mit dem Juden Moritz Kahn führen musste, abgeschlossen. In Vereinbarung mit der Kreisleitung der NSDAP Trier-Land-West gab die Ortsgruppenleitung Clüsserath die Gastwirtschaft für alle Parteigenossen und Mitglieder aller nationalsozialistischen Verbände frei.“15

Carla Holtz, 7 Jahre alt, als sie mit ihren Eltern von Klüsserath nach Trier zog, von wo aus sie zwei Jahre später in die USA emigrierte, antwortet auf die Frage, an welche Schikanen sie sich erinnern könne:

Einige Leute behandelten uns gut, aber andere waren herzlos. Ich musste die Schule verlassen, weil der Lehrer ein Nazi war. Ich war Linkshänderin, so wie einige andere Schüler auch. Er versuchte mit allen Mitteln, uns alle zu Rechtshändern zu machen. Ich wurde auf Hände und Arme geschlagen, bis ich blutete, während den anderen Kindern lediglich gesagt wurde, sie sollten den Griffel in der rechten Hand halten.

Die Dinge wurden schlechter für uns, als wir die einzigen Juden im Dorf waren. Wir mussten Klüsserath verlassen und gingen dann nach Trier mit meinen Großeltern, die ebenfalls in Emmel [Niederemmel/Piesport] verfolgt worden waren.16

9.2 Emigration

Isaak Kahn (*20.07.1863) emigrierte 1938 mit seinen Söhnen Lion (*15.11.1898) und Hermann (*19.02.1896), dessen Ehefrau Gertrud (*28.08.1910) und den am 18.08.1932 geborenen Zwillingen Siegfried und Manfred über Le Havre/Frankreich in die USA. Isaak Kahn, damals bereits krank, starb in einem Krankenhaus in Le Havre; seine Söhne nahmen den Leichnam mit in die USA und begruben ihn auf dem Friedhof in Ligonier im Bundesstaat Indiana. Dort ließen sich Hermann und Gertrude Kahn mit ihren beiden Söhnen sowie Siegmund Kahn (*18.10.1891) und seine Frau Therese (*04.10.1893)  nieder.

Salomon  Kahn (*04.11.1894) war bereits vor 1929 in die USA ausgewandert.

Berta Jonas geb. Kahn (*06.03.1900), die von ihrem Mann Erich Jonas getrennt war, emigrierte ebenfalls in die USA, zum Zeitpunkt ihres Todes im Jahre 1980 lebte sie im Staate Michigan.

Moritz (in den USA nannte er sich Morris) Kahn (*18.05.1897) zog mit seiner Frau Erna (*25.01.1904) und der Tochter Carla (*16.02.1929) am 20.03.1936 nach Trier, Neustr. 73.

Über Le Havre emigrierten sie 1938 zusammen mit Erna Kahns Eltern, Abraham und Sara Mendel aus Niederemmel (Piesport), in die USA.

Aus einem Nachweis über Juden im Amtsbezirk Klüsserath aus dem Jahre 1938 geht hervor, dass lediglich die ledige Kolonialwarenhändlerin Amalie Meyer (* 20.08.1872) noch in Klüsserath wohnte.

9.3 Opfer des Holocaust aus Klüsserath

Rosa Kahn, geb. 1902 in Klüsserath, verheiratet mit dem in Schweich geborenen Bernhard Kahn, wurde zusammen mit ihrem Mann und ihrer 1929 geb. Tochter Lucie Karoline am 16. Oktober 1941 von Trier nach Litzmanstadt (Lodz) deportiert und von dort im Mai 1942 in das Vernichtungslager Kulmhof (Chelmno), wo sie ermordet wurden.17

Clothilde Herschel, *31.05.1863 Klüsserath wurde am 11.09.1942 von Berlin nach Theresienstadt deportiert, als Todesdatum wird der 03.02.1944 angegeben (siehe Gedenkbuch).

Dr. Jacob Kahn, *26.05.1870 Klüsserath, Sohn des Salomon Kahn und der Sara geb. Herschel; 1888 machte er sein Abitur am FWG in Trier. Er war Arzt in Berlin. Von dort wurde er am 3.10.1942 nach Theresienstadt deportiert; Todesdatum: 18.12.1942 (siehe Gedenkbuch).

Im Februar 2014 wurden von dem Kölner Künstler Gunter Demnig in der Jesuitenstraße, vor dem Eingang zum Priesterseminar, dem früheren Standort des FWG, 11 Stolpersteine für ehemalige jüdische  Schüler des FWG, die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft wurden, verlegt, darunter auch der für Dr. Jacob Kahn.18

Hermann Kahn, *06.12.1874 Trier, Bruder des Dr. Jacob Kahn, wohnhaft in Frankfurt am Main, von dort am 15.09.1942 nach Theresienstadt, Todesdatum:  31.03.1943 Theresienstadt (siehe Gedenkbuch).

Mella Kahn, *09.06.1903 Klüsserath, Tochter des Isaak Kahn und der Karoline geb. Jacobs; sie lebte vor dem Krieg in Luxemburg19, während des Krieges in Marseille/Frankreich; Deportation vom Lager Drancy/Frankreich20, am 17.08.1942 nach Auschwitz- Birkenau; Todesdatum: 02.09.1942 Auschwitz.21

Amalia Mayer war die letzte der kleinen ehemaligen jüdischen Gemeinde in Klüsserath. Am 20.08.1872 in Bengel geboren, führte sie, wie bereits gesagt, zusammen mit ihrer Schwester deren Geschäft in Klüsserath; am 30.12.1938 wurde sie von Klüsserath nach Trier, Maternusstr. 12, gebracht; Deportation am 26./27.07 1942 ab Trier über Köln nach Theresienstadt, von dort nach Auschwitz; Todesdaten: 15.05.1944, Auschwitz (siehe Gedenkbuch und Trier vergisst nicht).

10. Rückerstattung und „Wiedergutmachung“

Schon bald nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde von alliierter und jüdischer Seite Wiedergutmachung für das Unrecht verlangt, das die Nationalsozialisten an den Juden begangen hatten. Obwohl viele deutsche Politiker damals von der moralischen Verpflichtung der Deutschen zur Wiedergutmachung überzeugt waren, konnte man sich sowohl aus psychologischen als auch aus politischen und wirtschaftlichen Gründen nur sehr schwer über ein Wiedergutmachungsgesetz einigen. Erst auf Druck der Besatzungsmächte wurde am 10.11.1947 das sogenannte Rückerstattungsgesetz in den drei Westzonen verkündet, ein erster Schritt auf dem Wege der Wiedergutmachung; den vorläufigen Abschluss bildete das Bundes-Rückerstattungsgesetz vom 19.07.1957. Die Sowjets und die neuen Machthaber in der sowjetisch besetzten Zone Deutschlands wollten von Anfang an von Wiedergutmachung nichts wissen.

Zuständig für die Rückerstattung jüdischen Vermögens und die Wiedergutmachung waren vor allem die 1948 in New York gegründete Jewish Restitution Successor Organisazion für die amerikanische Zone, die Jewish Trust Corporation (1950) für die britische Zone und das „Sondergesetz für Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechts“ vom 22.07.1949 mit Sitz in Koblenz für Rheinland-Pfalz und die 1951/52 zugelassene Jewish Trust Corporation Branche Française mit Sitz in Mainz für die gesamte französische Zone.22

Das Geld, das diese Organisationen sowohl von den Länderregierungen und der Bundesregierung als auch von Einzelpersonen bekamen, und zwar auf dem Vergleichs- und Gerichtsweg, wurde direkt an Einzelpersonen, aber auch an jüdische Hilfs- und Wohlfahrtsorganisationen weitergegeben, die es dann verteilten.

Klagen reichten unter anderem die Brüder Moritz, Hermann und Leon Kahn und die Verwandten der Amalie Mayer ein.

In der Praxis einigte man sich meist auf die Nachzahlung eines Geldbetrags.

Im Großen und Ganzen kam es in Klüsserath zu keinen nennenswerten Rückerstattungsbeiträgen, weil die damaligen Käufer, jetzt nach dem Krieg als Beklagte, wohl einen angemessenen Preis gezahlt hatten.

Viele Betroffene, die im Rahmen der Wiedergutmachung Geld für den von Juden in der  NS-Zeit erworbenen Besitz nachzahlen mussten, fühlten sich durch die Nachforderungen ungerecht behandelt. Viele behaupteten, sie hätten die damals erworbenen Immobilien doppelt bezahlt, meist eine Übertreibung aus Verärgerung über die Nachzahlungen. Sie waren überzeugt, das jüdische Eigentum rechtmäßig erworben und den Juden zu dem notwendigen Geld für die Flucht ins Ausland verholfen zu haben. Dazu kam noch, dass sie in den Jahren des Wiederaufbaus nach dem Krieg das wenige Geld, das sie hatten, selbst nötig brauchten.

Mit dem Rückerstattungsgesetz vom 08.11.1957, das am 01.01.1958 in Kraft trat, ermöglichte es die Bundesregierung, den Betroffenen das Geld, das sie im Rahmen der Rückerstattung nachzuzahlen hatten, wieder von der Bundesregierung zurückzufordern. Wer in Klüsserath davon Gebrauch machte, ist nicht bekannt.

11. Begegnungen und Erinnerungen

Einige ehemalige Klüsserather Juden haben nach dem Krieg ihre alte Heimat besucht.Z. B. war 1987 Siegfried Kahn mit seiner Frau Ellen und Tochter Julie Pamela in Klüsserath; das nebenstehende Foto zeigt sie mit Mitgliedern der Familie Madertz-Traut.

Juden
Obere Reihe (v.l.n.r.): Ellen Kahn, Elisabeth Madertz geb. Traut, Siegfried Kahn, Carsten Clüsserath, Sohn der Hiltrud Clüsserath, Hiltrud Clüsserath, Julie Pamela Kahn, Tochter von Ellen und Siegfried Kahn
untere Reihe (v.l.n.r.): Katharina Klein geb. Traut, Margret Clüsserath geb. Traut, Dorothea Clüsserath
(Foto: Elisabeth Madertz, Klüsserath)

Auf die Frage, wie er und seine Mutter sich gefühlt hätten, nach dem Krieg wieder in Klüsserath zu sein, antwortet Bob Holtz:
Ich denke, dass die Leute verwirrt und verlegen waren, als ich mit meiner Mutter [nach Klüsserath] zurückkam. Ich erinnere mich, dass meine Mutter mit Elisabeth Madertz sprach. Sie gehörte zu einer liebenswürdigen Familie mit Namen Philipps, die im oberen Teil des Dorfes wohnte, zu den Weinbergen zu, wir pflegten mit ihrer Tochter Elisabeth zu spielen.Sie waren sehr gut zu uns, ebenso Frau Basten, die gegenüber unserem Gasthaus wohnte. Meine Mutter ging in das Gasthaus und sprach mit den Leuten, die es zu dieser Zeit besaßen. Sie waren freundlich, und wir durften uns umsehen. Sie schienen verwirrt und fühlten sich unwohl wegen dem, was sich ereignet hatte, seit sie das Haus und Geschäft besaßen, das man uns weggenommen hatte.Ich weiß, als die Dinge nach dem Krieg für die deutsche Bevölkerung schlecht standen, dass meine Mutter Päckchen mit Lebensmitteln und Kleidern zu den Menschen schickte, die gut zu uns waren, ebenso zu Schulfreunden in Niederemmel.23

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1 Stadtarchiv Trier, L10/12: Amt Pfalzel 1663: Klüsserath.

2 Dokumentation zur Geschichte der jüdischen Bevölkerung in Rheinland-Pfalz und im Saarland von 1860–1945. Hrsg. von der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz in Verbindung mit dem Landesarchiv Saarbrücken. Bd. 5. Koblenz, S. 25; im Folgenden zitiert: Dokumentation; siehe Landeshauptarchiv Koblenz (im Folgenden zitiert: LHAK), Best. 276, Nr. 624. In seinem Dekret vom 20.07.1808 hatte  Napoleon verordnet, dass alle Juden, die bisher keine „fixen Geschlechts- und Vornamen hatten, verpflichtet sind, solche binnen drei Monaten nach Publicierung unseres Decrets anzunehmen, und sie vor dem Beamten des Civilstandes der Gemeinde, wo sie ansässig, zu erklären.“ (Dokumentation 1, S. 194.) Eine Namensadaptionsliste der Klüsserather Juden konnte bisher noch nicht gefunden werden; ihre Anzahl dürfte jedoch mit der oben genannten aus der Erhebung über die Anzahl der Juden aus dem Saardepartement, Arrondissement Trier, aus dem Jahre 1808 übereinstimmen.

3 Chronik des Winzerortes Klüsserath, zusammengestellt und ergänzt von Oskar Link. Trier 1993. S. 81 f. Im Sterberegister der Pfarrei Rosenkranzkönigin Klüsserath berichtet der Pfarrer von 20 Geretteten und 16 Toten; den Namen Moses Gombrich erwähnt er nicht. In: Bistumsarchiv Trier (im Folgenden zitiert: BATr), Abt. 72 Klüsserath, Kb 1, S. 400f.

4 LHAK, Außenstelle Gondorf, Best. 737/153, Bl. 60.

5 LHAK, Best. 655,178, Nr. 47, S. 112.

6 Dokumentation, Bd. 5, S. 77. Georg Bärsch: Beschreibung des Regierungsbezirks Trier. Teil I. Trier 1849, S. 183. Im Beitrag der „Alemannia Judaica“ zur Geschichte der Juden in Klüsserath (http://www.alemannia-judaica.de/kluesserath_synagoge.htm) heißt es: „Bis 1920 bestand eine jüdische Gemeinde. Die danach hier lebenden jüdischen Einwohner gehörten zur jüdischen Gemeinde Leiwen.“ Es fehlt eine Quellenangabe. Nach „Ortsgemeinde Klüsserath“, in: Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz. Kreis Trier-Saarburg, Bd. 12.2, Worms 1994,  S. 168 bestand hier im frühen 19. Jahrhundert eine Synagoge; es fehlt auch hier die Quellenangabe.

7 Chronik des Winzerortes Klüsserath (Anm. 3), S. 180.

8 Tabelle zusammengestellt nach: LHAK, Best. 442, Nr. 212, S. 40 f., S. 124 f., S. 174 f., S. 218 f., S. 282 f.

9 Übersetzung der Grabinschrift aus dem Hebräischen von Andreas Lehnertz, Universität Trier.

10 Siehe Otto Eißfeld: Der Beutel der Lebendigen. Alttestamentliche Erzählungs- und Dichtungsmotive im Lichte neuer Nuzi-Texte. In: Berichte über die Verhandlungen der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, philologisch-historische Klasse. Band105, Heft 6. Berlin 1960 und u. a. Reinhold Bohlen: Ein Gang über den jüdischen Friedhof zu Wittlich. Machberot: Hefte des Emil-Frank-Instituts. Herausgegeben von Hans-Georg Gradl. Heft 3, S. 13.

11 E-Mail von Carla Holtz vom 13.11.2013 an den Verfasser, Übersetzung aus dem Englischen.

12 LHAK, Best. 583,2, Nr. 3351.

13 BATr: Nachlass Junk, Abt. 105, Nr. 822, S. 56: 13. August 1711: Joannessen Granß Wittib gegen Juden Gombrich Clüsserath; Junks Quellenangabe: LHAK, Abt. 1 C, Nr. 13717.

14 LHAK, Best. 442, Nr. 16804, S. 79f. und Chronik des Winzerortes Klüsserath (Anm. 3), S. 181.

15 Chronik des Winzerortes Klüsserath (Anm. 3), S. 194.

16 E-Mail vom 2. Juni 2013, Übersetzung aus dem Englischen.

17 Pascale Eberhard (Hrsg.): Der Überlebenskampf jüdischer Deportierter aus Luxemburg und der Trierer Region im Getto Litzmannstadt. Saarbrücken: Blattlausverlag 2012. Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945, auch online; im Folgenden zitiert: Gedenkbuch. Trier vergisst nicht. Gedenkbuch für die Juden aus Trier und dem Trierer Land. Hrsg. vom Stadtarchiv Trier. Redaktion Dr. Reiner Nolden. Trier 2010; im Folgenden zitiert: Trier vergisst nicht.

18 Trierischer Volksfreund vom 24.02.2014: Brutal aus dem Leben gerissen. Stolpersteine in der Jesuitenstraße erinnern an Schüler, die zu Naziopfern wurden.

19 Siehe Page of Testimony, Yad Vashem, Martyrs and Heroes‘ Remembrance Authority, Jerusalem.

20 Drancy, etwa 20 km nordöstlich von Paris, war zeitweilig Sammel- und Durchgangslager für etwa 65.000 überwiegend französische Juden, die mit der Bahn in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert wurden.

21 Siehe Gedenkbuch; den Brief von Siegmund und Therese Kahn vom 09.02.1947;  Le Memorial de la deportation des juifs de France, Beate et Serge Klarsfeld, Paris 1978 und  Auschwitz Death Registers, The State Museum Auschwitz-Birkenau, page 26772/1942, mitgeteilt von Wolfgang Appel, Erlangen.

22 Zum Problem der „Wiedergutmachung“ siehe vor allem: „Dem Reich verfallen“ – „den Berechtigten zurückzuerstatten“. Enteignung und Rückerstattung jüdischen Vermögens im Gebiet des heutigen Rheinland-Pfalz 1938–1953. Bearbeitet von Walter Rummel und Jochen Rath. Veröffentlichungen der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz. Bd. 96. Koblenz 2001.

23 E-Mail von Bob Holtz vom 6. Juni 2013, Übersetzung aus dem Englischen.

Juden in Klüsserath

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