Mundart – Weï uus dë Schnoabel gëwoas oass

Dialekt
Haus der Krippen – Krippenmuseum in Klüsserath
Usen Dialekt soll ahale bleiwen

Ët Klesstha Platt oass ë wichtisch Dääl voan usa Kuldur. Leida gët ët emma wenija geschwaat unn deï Gefoa bestääht, daat ët moatt da Zëit goanz enna dë Räda këmmt.

Doaffia gët ët vaschiede Grënn, z. B. daat ët laang Zëit oa viele Familien nët chick woa, platt së schwäätzen oda ma gëglääft hoatt, fia dë Konna wea ët gout, wenn së freï enija Moassen vanënfdisch Hochdëitsch schwäätze kinnten. Ët sënn oach ëmma meh Leit oa Klessath dahehm, deï nët hei offgewoas sënn unn deswäjen uus Platt nët rischdisch (mehr …)

Verlassene Heimat Mosel – Niemand geht freiwillig

Verlassene Heimat Mosel
Haus Winter in Klüsserath

Nie hätte ich vor drei Jahren daran gedacht, dass ich noch „entfernte Verwandte“ in Brasilien haben könnte. Mir war nicht einmal wirklich bewusst, wie viele Menschen vor 150 bis 200 Jahren unsere Gegend verlassen haben, um in der Ferne ihr Glück zu finden. Und dann stellte ich seit 2014 nach und nach fest, mit dem Erscheinen des Familienbuchs Klüsserath, mit der Reise nach Brasilien im November 2014 und anhand meiner vor drei Jahren gestarteten Recherchen, dass auch ein großer Teil meiner eigenen Familie zu den Auswanderern gehörte. Und so wie mir (mehr …)

Juden in Klüsserath

JudenDer folgende Beitrag gibt einen Einblick in die Geschichte der Juden in Klüsserath. Eine ausführliche Darstellung ist einer geplanten Buch-Veröffentlichung vorbehalten.

1. Kurzer Überblick über die Anzahl der Juden von 1663 bis 1938

Einen ersten Hinweis auf Juden in Klüsserath gibt uns eine Steuerliste des Amtes Pfalzel aus dem Jahre 1663; dort heißt es:
„Salomon der Judt cum uxore et famulo/ein Kuhe/ein Pferdt/ein Geiß/ solvit dno cellerario in palatio“ (Der Jude Salomon mit Frau und Knecht [besitzt] eine Kuh, ein (mehr …)

Wald der toten Jäger

Wald der toten Jäger heißt mein neuer Kriminalroman. Er spielt unter Jägern, Winzern und Bauern

Jäger
Herbstwald in Klüsserath

in einem Ort namens Klüssert an der Mosel. ‚Held’ der Geschichte ist der Reporter Hannes Schreiber. Der altgediente Magazin-Journalist freut sich auf ein Sabbat-Jahr in seiner Jagdhütte an der Mosel. Doch als bei einer Jagd im Nachbarrevier der Chef einer einflussreichen Unternehmerfamilie tot vom Hochsitz fällt, gerät der Reporter unter Mordverdacht. Die Kugel, die den Clan-Chef getroffen hat, soll aus Schreibers Büchse stammen. Um seine (mehr …)

Deï seïß bloa Trauwen

Trauwen
Bloa Trauwen, deï Objekte deá Begierde
En Daach oamm Lääwen voon uus Loangaaßa-Koannaén oann dë Fouffzijajoahren

Ët woá jed Joá ët sëllëwësch Spiel. Irjend enen voan uus goaw ët Stichwoat: „Foullmanns Will sein Trauwen sënn zeidësch!“ Jede voan uus Junge wosst, waat gemännt woá. Deï bloa Trauwen, groß, moatt decke Kronen, richtisch seïß unn aromatësch,  woaren emma scho goanz freï zaidësch. Waat hoamm ma emma doanoa gegoangat!

Deï Trauwenhääk woá oan da Reckwoand  voam Foullmann-Hous. Daräkt dahoanna unn danäwëscht woá ë grousse Wingat, dään zum Hous gehoat hoatt. Daat woá goanz ginstisch fia ët Oaschlëischen oahn daat Objekt deá Begierde. Ääwa dä Ajentümma hoatt sein Pappenheima koannt unn woá ëmma ouff da Hout. Unn enes Doachs (mehr …)

Sparkasse Trier schließt Filiale Klüsserath

Sparkasse Trier
Sparkasse Trier schließt Filialen
Nun ist die Katze aus dem Sack: Die Sparkasse Trier schließt zum 30.9.2016 23 Filialen. Davon betroffen ist auch die Filiale Klüsserath samt Geldautomat und SB-Terminal. Die Ortsgemeinde Klüsserath verliert damit einen weiteren wichtigen  Standort-Faktor.

Begründet werden die Schließungspläne laut TV einerseits mit einer deutlichen Abnahme persönlicher Kundenbesuche in den Filialen infolge von Online-Banking und andererseits mit erwarteten Gewinneinbußen durch die Niedrig-Zins-Politik der EZB. Zu Letzterem wurden Zahlen bisher nicht veröffentlicht.

Die Streichliste, die der Verwaltungsrat der Sparkasse am 29.4. beschlossen hat, umfasst insgesamt 23 Filialen, davon allein 18 im Landkreis Trier-Saarburg. In 7 der betroffenen Gemeinden (mehr …)

Dörflein im Tale – Matthias Lang

Dörflein im Tale
Blick in die Fronhofkapelle in Klüsserath

Wie lieb ich dich Dörflein im Tale,
Von Reben des Weines umkränzt.
Wo’s Bächlein aus Eifelbergen,
Gar eilends zur Mosel sich wälzt.

Wie acht‘ ich die Menschen im Tale,
Die strebend zur Höhe schau’n.
In Arbeit, Glauben und Treue,
Die Berge und Hänge bebau’n.

Das Kirchlein zum Dome geworden,
In harter und schwerer Zeit;
Bleibt allzeit als Denkmal bestehen,
Für Frieden und Einigkeit.

Matthias Lang

Der Heimatdichter Matthias Lang, geboren 1902 als 12. von 13 Kindern in Biel, Saarland, trat am (mehr …)

Wein, Küfer, Schröter + Weïnhäären

Wein- und Kellerwirtschaft
Schröterei Klüsserath 1920
Wein-Bearbeitung und -Vermarktung bis Mitte des 20.Jahrhunderts

Wie die Behandlung und Verarbeitung von Wein noch bis vor rund 60 Jahren erfolgten, und wer damit befasst war, darüber berichten Winfried Illigen und der Küfermeister Josef Neisius:

Für die Winzer endete ihr Teil der Arbeit, wenn die Trauben gekeltert waren und der Most im Fass lag. Die Kellerarbeit blieb ausschließlich dem Küfer (mehr …)

Herzblut

Herzblut
Wegekreuz an der Linden-/Hauptstraße in Klüsserath, gegenüber der Gerichtslinde.
Herzblut, ein romantisches Bekenntnis zum Heimatort Klüsserath

Wo einst mein Leben hat begonnen
Wo ich das erste Mal gelacht
Der Kindheit Träume hab´ gesponnen
Die kühnsten Streiche ausgedacht

Wo meine Schule hat gestanden
Wo ich auch manches Mal geweint
Der Jugend Freundschaften sich fanden
In zarter Liebschaft war vereint (mehr …)

Handwerk + Handel in der guten alten Zeit

Handwerk und Handel in der guten alten Zeit
St. Jakob, Heiligenhäus’chen am östlichen Ende von Klüsserath, angrenzend an den „Echternacher Hof“
Anna Illigen erzählt über Handwerk und Handel von früher:

In jedem Jahr kam ein Gärtner aus Trier nach Klüsserath. Er nahm Bestellungen für Obstbäumchen auf. Er ging immer sehr schnell und rief immerzu: „Dir Leit, kaaft Bäumcher, et göft Frieling!“ Aha, sagten die Leute, „dë Frieling“ oss om Dorëf.

Vom Hunsrück kam (mehr …)

So woar ët freïja bei us dahem

Brotbacken früher in Klüsserath
Neugotisches Pfeilerkreuz zwischen Salmbrücke und Krainstraße
Eine poetische Erzählung über das Brotbacken in früherer Zeit

Haut këmmt de Bäka moat ëm Brotauto bëss bei dë Housdier gefoar,
ëich wëll Ëich azehlen, weï dat freïja bei us woar:
Kaum daat en Wuch vobeï, woar ët schon näs ë soweït,
ët Brot musst gebaach gänn, ët goaf ollerhechst Zeït.
Voon da gonzer Reih woar noummen noch ë Steckelchen iweresch bliewen,
Daat hoat flott gaangen, ma (mehr …)

So lang wie Klüsserath – Matthias Lang

So lang wie Klüsserath
Klüsserath um das Jahr 1900, wegen ständiger Hochwassergefahr eng an den Berg geschmiegt, reichen die Häuser bis an die hintere Baumgrenze
Matthias Lang beschreibt in dem Gedicht „So lang wie Klüsserath“ in poetischer Weise die besondere Länge des traditionsreichen Winzerortes Klüsserath an der Mosel.

Insbesondere wird aber auch der Fleiß der Klüsserather Bürger als herausragendes Attribut hervorgehoben.

Die außergewöhnliche Länge von Klüsserath ist zurückzuführen auf die seinerzeit permanent bestehende Hochwassergefahr. Erst im Zuge des Neubaues der Mittelmoselstraße (B 53) in den Jahren 1927 – 1933 (mehr …)

Klüsserath, von Gott begnadet

Klüsserath von Gott begnadet
Klüsserath, das Motiv des Dichters
Das Lied „Klüsserath von Gott begnadet“ preist den Ort als sonnenverwöhnte Moselgemeinde mit fruchtbaren Rebhängen und köstlichem Wein.

Wer „Klüsserath von Gott begnadet“  gedichtet hat, ist offenbar nicht bekannt. Die Melodie orientiert sich hauptsächlich an dem alten deutschen Lied „Strömt herbei, ihr Völkerscharen“.

Wenn jemand mehr dazu weiß, der möge sich bitte melden.

Hier der Text des Liedes:

Klüsserath, von Gott begnadet, liegst Du da im Zauberschein. (mehr …)

Hochwasser in Klüsserath

Markierungen der Hochwasserstände am alten Schulgebäude
Markierungen der Hochwasserstände – Oberes Schild: 28.2.1784

Der Winter des Jahres 1784 war laut Geschichtsschreibung nicht nur der kälteste seit Menschengedenken. Die danach rasch einsetzende Schneeschmelze führte in Klüsserath auch zu einem Hochwasser, wie man es bis dahin nicht gekannt hatte. Der Höchststand wurde erreicht am 28.2.1784, wie man auf der Markierung des Fotos sehen kann. Bei diesem Hochwasser starben in Klüsserath zahlreiche Menschen durch Ertrinken. 24 Einwohner rettete der Jude Moses Gumprich aus höchster Not. Dies hat der Dichter Peter Zirbes wie folgt beschrieben:

Zwischen steilen Moselhängen
zieht die Mosel ihren Lauf,
nimmt bei Klüsserath, dem Dorfe,
als Gespons den Salmbach auf.
Beide ein recht liebes Pärchen,
doch das Weib ist launenhaft;
vor der Gattin Herrschsucht weichet (mehr …)

Klüsserather Bruderschaft

Klüsserather Bruderschaft, berühmte Weinlage in Klüsserath an der Mosel
Hoch über Klüsserath: Transparent der berühmten Weinlage „Klüsserather Bruderschaft“
Eine religiöse Stiftung als Namensgeber der berühmten Weinlage „Klüsserather Bruderschaft“

Der Name der heute weitbekannten Weinlage „Klüsserather Bruderschaft“ geht auf eine religiöse Stiftung zurück, die der damalige Klüsserather Pastor und Dechant Johann Gerhard von Manderscheid gegründet hat. Die Genehmigung der  Gründung der Rosenkranzbruderschaft erfolgte laut Urkunde in den Pfarrakten von Klüsserath im Jahre 1681 durch die Deutsche Ordensprovinz der (mehr …)

Das Rudemsmännchen in Klüsserath

Das Rudemsmännchen,
Das Rudemsmännchen-Denkmal an der Salmbrücke in Klüsserath
Ein sagenumwobener Waldgeist

Vor langer Zeit stritten die Gemeinden Klüsserath und Thörnich um den Verlauf der Gemarkungsgrenzen auf dem Distrikt „Rudem“. Keine der Parteien wollte nachgeben und so ordnete das Gericht schließlich einen Ortstermin an, in dem Klarheit geschaffen werden sollte. Einer der Parteien-Vertreter hielt sich für besonders schlau und glaubte, den Richter mit einer List überzeugen zu können.

Er steckte einen Schöpflöffel (mehr …)

Gruß an mein Heimatdorf

Heimatdorf
Dorfplatz in Klüsserath mit Gerichtslinde und Brunnen
Liebevolle Erinnerungen an das Heimatdorf Klüsserath

Wo die Mosel nach ihrem stürmischen Lauf,
die Salm nimmt in ihre Arme auf,
da liegt am Berg, ein trautes Fleckchen,
es gibt dort manch heimliches Eckchen.

Sei mir gegrüßt, mein Heimatort,
so oft sind meine Gedanken dort
und meine stillen Träume weben
sich um deine Äcker, Wies und Reben.

Mein liebes, langes Klüsserath,
wie liegst du an dem Berg so grad,
manch altes Häuschen sieht man dort,
in diesem stillen Winzerort.

Sehr fleißig und strebsam (mehr …)

Unsere Liebe Frau von Rudem

Rudem
Bildmosaik in der Klüsserather Marienkapelle „Vor Rudem“, mit Mutter Gottes und Gedenktafeln für die Gefallenen des 2. Weltkrieges
Ein Gebet in Gedichtsform an Maria, die liebe Frau von Rudem

Vor Rudem stehst du, unsere liebe Frau,
umgeben von Bäumen und blühender Au,
von Rudem an dem steilen Hang
schaust du auf unser Dorf so lang,
weit breitest du Mutter deinen Mantel aus
um uns alle zu schützen, auch unser Haus.
Segne Mutter unsere Arbeit unser Leben
schütze unsere Felder, segne unsere Reben.
Du siehst uns werken im zähen Fleiß
du kennst unsere Sorgen, siehst unseren Schweiß. (mehr …)